
(Foto: Juergen Kurlvink auf flickr) Fallstricke und Chancen der ersten Stunde: Die Entstehung von Respekt in der Lehrer-Schüler-Beziehung Hintergrund: Aufgrund gehäufter Beschwerden über ausfallende 
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Schulstunden wurde in Hessen ein Konzept gegen kurzfristigen Stundenausfall entwickelt: Mit der »Unterrichtsgarantie Plus – für eine verlässliche Schule« werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 seit dem Schuljahr 2006/2007 in den ersten sechs Schulstunden nicht mehr vorzeitig nach Hause geschickt. Ziel ist es, den kurzfristigen Unterrichtsausfall auf Null zu reduzieren. Die dafür eingesetzten Vertretungskräfte werden von den Schulleitungen, die über ein eigenes Budget zur Bezahlung der Aushilfskräfte verfügen, selbständig ausgewählt und müssen fachlich und pädagogisch qualifiziert sein. In der Praxis werden bislang vorrangig Lehramtsstudierende als Vertretungskräfte eingesetzt. Problembereich: Aus zahlreichen Klagen von Schülern und Eltern 
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über mangelnde Qualifikationen und Qualitäten der eingesetzten Vertretungskräfte, die auch in den Medien ein großes Echo fanden, speist sich das zentrale Thema der Arbeit: Bemängelt wird seitens der Eltern wie auch der Schüler, dass gerade junge Lehramtsstudierende nicht in der Lage seien, sich Respekt zu verschaffen. Viele Vertretungskräfte beklagen sich wiederum darüber, dass sich die Schüler ihnen gegenüber respektlos verhalten würden. Im Kern geht es also um den Respekt in der Schüler-Lehrer-Beziehung und darum, wie dieser entsteht oder warum er versagt wird und welche Faktoren und besonderen Umstände hierbei eine Rolle spielen könnten. Die Unterrichtsgarantie Plus bietet sich hierfür in besonderem Maße aus zweierlei Gründen an: Zum einen ist diese ein sehr junges Phänomen, zu dem bislang kaum umfangreiche Untersuchungen 
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vorliegen. Zum anderen folgt aus ihrer Konzeption, dass die Vertretungskräfte ständig in anderen Klassen eingesetzt werden und die jeweilige Schüler-Lehrer-Beziehung somit stets neu aufgebaut werden muss. Diese Situationen bieten einen idealen Anknüpfungspunkt für die Untersuchung der Entwicklung von Respekt. Zielsetzung: Worin mag dieser auf Schüler- wie Lehrerseite geäußerte Mangel an Respekt begründet liegen? Die besondere Beschaffenheit einer Vertretungsstunde, noch dazu gehalten von einer in der Ausbildung befindlichen externen Lehrkraft, diente bei der Beantwortung dieser Frage als Ausgangspunkt: Die Beschaffenheit der Unterrichtsgarantie Plus bringt es mit sich, dass die Vertretungskräfte regelmäßig in neuen Klassen eingesetzt 
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werden und sich den Respekt, vereinfacht gesagt, erst verdienen müssen. Diese Erstkontakte von Schülern und Lehrern lassen sich als Schlüsselsituation bei der Ausprägung von Respekt in der Schüler-Lehrer-Beziehung ansehen und wurden im Hinblick auf die Ausbildung oder Verweigerung von Respekt genauer analysiert und auf mögliche Ursachen untersucht . Da neben Lehramtsstudierenden im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus auch vermehrt Referendare oder gar gestandene Lehrkräfte über mangelnden Respekt klagen, zielte die Arbeit neben der theoretischen Aufarbeitung letztlich auch auf die Entwicklung eines Lösungsansatzes in Gestalt eines praktikablen Handlungsleitfadens, der die aus der Arbeit hervorgegangenen Ergebnisse so umsetzt, dass sich gewisse Leitlinien und Anregungen für die Schulpraxis ergeben, die den respektvollen 
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Umgang zu einem festen und selbstverständlichen Element der Schulkultur werden lassen. Methode: Zunächst wurde der Begriff Respekt genauer definiert. Dabei wurden neben theoretischen Definitionsansätzen auch Ansichten und Einschätzungen aus der Schulpraxis einbezogen, wobei hierin nicht nur die Lehrer-, sondern auch die Schülerseite zu Wort kam. Im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus wurde auch die Gegenüberstellung von positionalem Respekt, der allein durch das Amt begründet wird, und personalem Respekt, der aufgrund menschlicher Qualitäten gezollt wird, genauer betrachtet: Im Lichte der eingangs genannten Klage über mangelnden Respekt stellte sich also die Frage, ob einer Vertretungskraft der Respekt verwehrt wird, weil sie im Prinzip keine ordentliche Lehrkraft ist oder ob 
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vielmehr auch Faktoren eine Rolle spielen, die mit den menschlichen Eigenschaften der Lehrkraft zusammenhängen. Daran schließt sich die Darstellung und Analyse einiger Fallbeispiele an. Konkret geht es dabei um die Beobachtung einzelner Unterrichtsstunden im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus. Diese wurden, wie bereits genannt, hinsichtlich der Entstehung oder Versagung von Respekt beleuchtet und auf mögliche Konsequenzen untersucht. Abschließend wurden die theoretischen Ausführungen mit den aus der Praxis gewonnenen Einsichten verknüpft und der Versuch einer Zusammenführung unternommen, der schließlich in einem Gesamtbild mündet, welches Schülern, studentischen Vertretungskräften sowie auch regulären Lehrkräften Perspektiven für eine fruchtbare und respektvolle (Neu-) Gestaltung ihrer 
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Beziehung anbietet. Download: Hier können Sie die Arbeit als pdf-Datei herunterladen. ...pdf>> Kontakt: Für Fragen oder Anregungen nehmen Sie bitte Kontakt auf mit: Sven Köhler, Design und Durchführung der Studie Moritz Meyer, Beratung Tilman Eckloff, Projektleiter Das Projekt wird unterstützt von der Stiftung Select für Zukunftsgestaltung der Deutschen StiftungsTrust und wurde in Kooperation mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in
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Frankfurt am Main durchgeführt.
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