
(Foto: Malcom X by spcoon auf flickr) Politik und Gesellschaft: Ob Globalisierung oder innerstaatliche Solidargemeinschaft: Wo Gesetze an ihre Grenzen getragen werden, braucht es ein anderes Mittel des zwischenmenschlichen Miteinanders. Denn in einer immer komplexeren Umwelt ist es kaum noch möglich, eine Steuerung in Form von zentralen 
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Instanzen der Gesetzgebung zu etablieren, die jeden Winkel des Lebens regulieren könnte. Dort, wo zentrale Steuerung versagt, braucht es anscheinend andere Formen der Steuerung, beispielsweise in der Form einer Kontextsteuerung wie bei Willke oder der Steuerung über gegenseitigen Respekt. Eine Zurückgabe der Kontrolle an die Systeme auf individueller oder sozialer Ebene selbst und somit eine Rückgabe der zentralen Annahmen, die den ansonsten bspw. staatlich geregelten Grundsätzen innewohnt und aus denen diese ja ursprünglich über lange legislative Prozesse aber insbesondere auch über die Auseinandersetzung mit Religionen entstanden sind, ist jedoch nur sinnvoll, wenn diese Systeme gleichzeitig befähigt sind, auf sich gegenseitig erhaltende Weise zu reagieren. Gegenseitiger Respekt kann genau diese Funktion übernehmen, denn er befähigt eine
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Gesellschaft dazu, mit größerer Komplexität umgehen zu können, ohne sogleich an die Restriktionen der Gesetzgebung zu stoßen.
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