Respekt
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(Foto: sevensixfive auf flickr)

 

Wirtschaft: Management-Schlagworte von "Team" bis zu "Unternehmenskultur" füllen Bücher und Bände. Eine Basis des in diesen Konzepten beschriebenen Zusammenfindens und Arbeitens stellt der zwischenmenschliche Respekt dar. Denn anscheinend vermag Respekt die Lücke der

Interaktionsqualitäten im Unternehmen zu füllen, die höher liegt oder vielmehr liegen sollte als die bloße Akzeptanz aber niedriger als etwa die partnerschaftliche Liebe. Das Gefühl "respektiert zu werden" bewirkt in diesem Kontext häufig ein Über-Sich-Hinauswachsen (Extra-Role-Behaviour), ohne den faden Beigeschmack des Dabei-Ausgenutzt-Werdens.
Ein Management, das diesen Kern erkennt und nicht bloß als Tool der Effizienzsteigerung einsetzen will, kann sich unter Anwendung dieser Maximen auch des Respektes seiner Mitarbeiter versichern. Respekt beinhaltet Kernanahmen der Partnerschaftlichkeit, gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung, die eine beeindruckende Unternehmenskultur auch jenseits der New-Economy erblühen lassen können. So scheint es, dass insbesondere Unternehmen mit einer gelebten

Firmenphilosophie, sei es in Form des Familien-Patriarchen aber auch in Form von Leitbildern, es schaffen, dieses gewisse Mehr in ihren Kulturen zu etablieren. Dass dabei neben den organisationalen Rahmenbedingungen natürlich den jeweiligen Führungskräften eine exponierte Rolle zukommt, scheint nur allzu einsichtig. Diese bieten nicht nur in ihrer Einstellung sondern auch durch ihre Taten und Kommunikation eine symbolisierte Identifikationquelle für zahlreiche Mitarbeiter.
Allzu häufig muss man sich jedoch heutzutage fragen, ob nicht die an sich wichtige Internalisierung dauerhafter Werte unter die Räder vieler moderner Aktienkurs-Orientierungen gerät und hier einem kurzfristig orientierten Hedonismus Platz macht, welcher zwar morgen gute Zahlen liefert, aber übermorgen schon das menschliche Miteinander und somit auch die Basis des

Unternehmens und des Standortes gefährdet.
Die Frage, die sich somit unweigerlich stellt, wenn nicht die Pointe modernen Managements verpasst werden will, ist, ob es nicht mehr als überfällig ist, die Unternehmenskultur (corporate culture) als einen durchaus zu bemessenden wertvollen Asset des Unternehmens zu begreifen. Wobei dem Schritt der Erkenntnis dann unweigerlich die notwendige Frage des reflektierten, ernstzunehmenden Managements folgt.

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J3S GmbH Software, Softwareentwicklung Hamburg, Sven Sass