Persönliches Statement: Wenn man – von außen sofort sichtbar - als binationaler und multi-ethnischer Mensch in Deutschland aufwächst, beginnt man sehr früh sich mit den Unterschieden zwischen Toleranz und Respekt auseinander zu setzen. Im Verlauf meines Studiums in zwei Fächern, die auf den ersten Blick wenige Überschneidungspunkte haben, ist mir
überraschenderweise immer wieder eine zentrale Forderung begegnet: die nach Respect. Respect ist nicht nur ein Schlüsselbegriff, wenn es um internationale Menschenrechte geht, sondern auch im Prozess der kulturellen Entwicklung und politischen Emanzipation der afro-amerikanischen Gemeinschaft. Dies wird unter anderem in verschiedenen Medien der Hip Hop-Kultur deutlich, in denen diese Forderung nach Respect in Form von Rap-Songs, auf Graffiti-Tags, als Titel von Veranstaltungen, Jams und Battles nicht nur in den USA, sondern weltweit (und nicht nur in westlichen Ländern!) auftaucht.