Persönlicher Kommentar: Ich habe tief in mir die Sehnsucht, mit meiner Arbeit und meinem Leben dazu beizutragen, dass diese Welt ein guter Ort ist. Gut heißt für mich, dass es Sinn macht und dass es schön ist - im tiefen Sinne schön, so dass die unbändige Lebensvielfalt sich berührt und als Frucht Gemeinsamkeit entsteht. Gemeinsamkeit bedeutet hier nicht, dass keine Unterschiede und kein Staunen da wären, sondern ich verstehe sie als Frucht eines Innewerdens mit der Welt, als äußeres Zeichen der grundsätzlichen Verbundenheit aller Dinge. Um dieses Zustandes Willen muss das große Ganze im kleinen Konkreten immer mitgedacht, mitgefühlt sein. Da das Ganze jedoch viel größer ist, als der Einzelne in seiner naturgegebenen Begrenztheit je erfassen und erfahren könnte, muss er daran glauben und darauf vertrauen, dass es auch im Anderen diese Sehnsucht gibt, so dass er sich mit 
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ihm verbinden kann, um mehr zu erkennen, auch wenn der Andere in seinem konkreten Ausdruck ganz anders sein mag als man selbst. So ist der Einzelne auf den Anderen angewiesen, wenn er ganz werden will, wenn er der Welt innewerden will. Und das will ich. Meine Sehnsucht nach einem solchen Ideal hat sich seit meiner Jugend nicht verändert. Was sich jedoch stark geändert hat, ist die Weise, auf die ich glaube, dass sie zu erfüllen möglich ist. Früher habe ich davon geträumt, in einer kleinen autarken Gemeinschaft zu leben, ökonomisch unabhängig, um all die Dinge anders machen zu können, die mir in der Gesellschaft so ungerecht erschienen. Ich habe Pläne gemacht, mich engagiert und Programme geschrieben, um die "gute Welt" herbeizuorganisieren. Später stellte ich fest, dass die Welt, so wie sie ist, ein Ausdruck der Fähigkeit und Unfähigkeit der Wesen ist, die in ihr leben; und dass ich, als Teil derselben, schon 
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immer unmittelbar daran beteiligt war, dass ich nicht außerhalb stehe und nun von "dort" her irgendetwas verändern könnte. Es reifte in mir die Überzeugung, dass ich nur dann wirklich frei bin, wenn ich mich mit Anderen verbinde, wenn ich mich wahrhaftig gegenüber Anderem öffne und lerne, in Liebe Anteil zu nehmen an der Welt und dem Leben, das mich umgibt. In etwas pragmatischerer Form würde ich heute sagen, dass die Bedingung der Möglichkeit für ein gutes Miteinander, welches von einem solchen Ideal getragen ist, in der prinzipiellen Anerkennung des gleichen Rechts auf freie Entfaltung aller liegt - also in einer Haltung der Achtung beziehungsweise des Respekts gegenüber anderen. Es bereitet mir große Freude, mich als Teil unserer Forschungsgruppe in synergetischer Zusammenarbeit intensiv mit 
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der Frage auseinandersetzen zu können, wie (innere und äußere) Vielfalt durch einen respektvollen Umgang mit sich selbst und anderen integriert werden kann, so dass sowohl das Wohl des Einzelnen als auch des Ganzen angemessen berücksichtigt bleibt. Einer Antwort auf diese Frage, versuche ich mich im Rahmen der Wissenschaft mit den ihr gemäßen Gepflogenheiten und Methoden anschlussfähig zu nähern. In meinen Trainings und der Beratung suche ich nach denselben Antworten - nur in anderem Gewande. Aber letztlich umgibt mich das Leben überall und zu jeder Zeit und so möchte ich in meine Verantwortung hineinwachsen, dem Leben die Ehre zu erweisen - sei es dass ich im Zug zum nächsten Arbeitstermin sitze, dass ich mit Freunden zu abend esse oder diese Zeilen hier schreibe. Tilman Eckloff
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