Dipl.-Psych. Christoph Kopp

E-Mail: kopp@respectresearchgroup.org

Zurzeit arbeitet er an einer Forschungsarbeit mit dem Arbeitstitel „Grundrechte und Persönlichkeitsrechte als institutionalisierter Respekt in Staaten“. Dabei ist er in der glücklichen Situation bei der Ausarbeitung dieses Forschungsprojekts von weitreichenden theoretischen und methodischen Erfahrungen der RRG profitieren zu können.

Im Jahr 1999 begann Christoph Kopp das Studium der Psychologie an der Universität Bremen. Die Schwerpunkte legte er damals auf die Arbeits- und Organisationspsychologie und die Rechtspsychologie. Sein Nebenfach Soziologie wählte er entsprechend seiner theoretischen Neigungen und konnte zwei Semester die Seminare zu Luhmanns Systemtheorie bei Prof. Dr. Detlef Krause besuchen. Seit dem stehen Systemtheorien über Bewusstsein und Kommunikation im Zentrum seines Studiums. Seine Diplomarbeit hat er 2006 zum Thema „Ethische Implikationen einer allgemeinen Theorie autopoietischer Systeme“ bei Prof. Dr. Peter Kruse geschrieben. Bis 2011 arbeitete er zum Thema „time-binding effects of acts and systematically-distorting tendencies in attribution processes“. Seit 2013 ist der Arbeitstitel seiner Forschungsarbeit „Grundrechte und Persönlichkeitsrechte als institutionaliserter Respekt in Staaten“. Nach eigenen Angaben wird er sich vermutlich den Rest seines Lebens im Umfeld der letzten beiden genannten Problemstellungen aufhalten.

Im August 1996 hatte Christoph Kopp eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma ELEKTRON-BREMEN angefangen. Dort arbeitete er bis August 1999 und war nach seiner Ausbildung verantwortlich für die Gestaltung und Umsetzung des Internetauftrittes. Im September 1999 gründete er mit Axel Diestelkamp die Firma dk-konzept GbR und machte sich mit der Programmierung von Internetseiten und Datenbank-systemen selbstständig. Im Jahr 2004 gründete er mit seinem Geschäftspartner die Handelsgesellschaft Bremer-Spezialitäten GbR, mit der sie seit dem den überregionalen Vertrieb für vier traditionsreiche Bremer Familienbetriebe unternehmen. Nach sieben Jahren Bremer-Spezialitäten ist es Zeit etwas Neues zu beginnen. Seit Mitte 2011 ist Christoph Kopp als freiberuflicher Mediengestalter tätig und berät kleine Bremer Unternehmen. Neben seiner Tätigkeit als Freiberufler und seinen Studien hat er 2013 einen WebApp-Prototypen mit einer ersten Test-Instanz „Mitfahrticket.de“ veröffentlicht. Von Januar 2015 bis Juli 2016 arbeitete er als Assistent mit der Geschäftsführung in und an der Konditorei Jacobs. 2016 entschied er sich dafür beruflich in einem Bereich zu arbeiten, der sowohl theoretisch, praktisch und auch bezüglich dessen was er von der RespectResearchGroup langfristig lernen kann sinnvoll erscheint. Seit August 2016 arbeitet Christoph Kopp als Familienhelfer in der Bremer Erziehungshilfe GmbH.
Schon sehr lange bin ich fasziniert von der Dynamik zwischenmenschlicher Kommunikation und deren Bedeutung für das Bewusstsein. Vertrauen, gegenseitiger Respekt und individuelle Weltauffassungen sind Themen, die für mich in diesem Zusammenhang besonders wichtig erscheinen. Im Alltag können wir alle spüren wie wichtig es ist zu vertrauen und sich gegenseitig Respekt zu schenken und wie intuitiv wir dies tun.

Besonders interessiert mich die Frage des Zusammenhanges zwischen An-erkennungsbeziehungen und Weltauslegungs-möglichkeiten. In der modernen Systemtheorie gibt es die Tendenz das Bewusstsein aus der Tatsache herzuleiten, dass Menschen kommunizieren. Die Frage wie Bewusstseinssysteme dabei die Konstruktion von Welt bewerkstelligen wird mit neuen Vorzeichenversehen und die Frage welche Rolle dabei „die Anderen“ spielen scheint drastisch an Bedeutung zu gewinnen. Andere Menschen anzuerkennen (in welcher Ausprägung auch immer) scheint dem Menschen quasi als Bedingung seiner eigenen Existenz vorzuliegen. Und mehr noch, Anerkennungsbeziehungen scheinen ein wichtiges Kriterium menschlicher Anpassungsfähigkeit zu sein. Schon bei Kant gibt es die Denkfigur, das wir erst durch den Anderen die eigene Identität hinterfragen und dann gemeinsam unsere Urteilskraft kultivieren können. Und das gilt auch und in besonderem Maße in der modernen Systemtheorie, die diesen Gedankengang reformuliert und im Kern mit sich trägt. Praktisch mag dieser Gedanke relevant sein, wenn es um Einflussnahme auf Handlungsabläufe in Organisationen geht. Aber theoretisch ist dieser Gedanke so interessant, weil er Anlass gibt über den Subjektbegriff ganz neu nachzudenken.

glaeserChristoph Kopp