Larissa

Larissa Nägler, M.Sc.

E-Mail: larissa-abigail.naegler@uni-jena.de

Larissa Nägler promoviert an der Friedriech-Schiller Universität Jena im Bereich Sozialpsychologie, mit dem Schwerpunkt Intergruppenversöhnung. In Ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich mit dem Einfluss von Respekt auf die Versöhnungsbereitschaft von Konfliktgruppen. Zu ihren weiteren Interessengebieten zählt die Rolle von Gruppenrepräsentanten in Konflikten, Diskriminierung und Vorurteile zwischen Gruppen, sowie Kontakt zwischen Gruppen.

Nach ihrem Abitur im Jahr 2008 absolvierte Larissa ihren B Sc. in Psychologie an der Universität Maastricht (Niederlande), mit dem Schwerpunkt Kognitive Psychologie. Einer Studienreise unter dem Thema „Eastern vs. Western Psychology“ in Indien (u.a. an der Bangalore University) folgte ein Auslandssemester an der Boğaziçi University in Istanbul (Turkei). Ihren Master in Health & Social Psychology absolvierte sie im Jahre 2012 ebenfalls an der Universität Maastricht. Ihre Masterthese schrieb sie im Zuge ihres Forschungspraktikum am Department of Psychology der University of Cape Town (Südafrika) zum Thema „Towards a common ingroup identity: The role of perceived attitude homophily on intergroup contact”. Seit Mai 2013 ist Larissa wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozialpsychologie der Friedrich Schiller Universität Jena. Ihre Promotion erfolgt innerhalb eines DFG-finanzierten, trilateralen Projektes zum Thema Versöhnung. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit erforscht sie auf theoretischer sowie empirischer Ebene die sozialpsychologische Rolle von Respekt innerhalb und zwischen Gruppen.
Artikel in Fachzeitschriften:

Kessler, T., Proch, J., Hechler, S., & Nägler, L. (2014), Political diversity versus stimuli diversity: Alternative ways to improve
Social Psychological Science. Behavioral Brain Sciences (in press).

Kessler, T., Harth, N.S., & Nägler, L. A. (2014), Prejudice and extremism: Explanations based on ingroup projection, perspective divergence, and minimal standards. Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik, 19, 424-434.

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T. (2015), Fostering positive relations through respectful encounters: The role of respect in reconciliation. Manuscript in preparation.

Konferenzbeiträge:

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T., “Investigating the Role of Respect in Group Life”, 56. Tagung experimenall arbeitender Psychologen (TeaP), Giessen März 2014

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T., “R-E-S-P-E-C-T…find out what it means to me”, EASP Grand Meeting, Amsterdam Juli 2014

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T., “When do we feel respected? The role of perceived respect for groups
in conflict”, Respect Research Group Colloquium, Hamburg Oktober 2014

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T., “Fostering positive relations through respectful encounters: The role of respect in reconciliation.” EASP Small Group Meeting Budapest, Ungarn Juni 2015

Nägler, L.A., Harth, N.S., & Kessler, T., “Fostering positive relations through respectful encounters: The role of respect in reconciliation.” 17th Jena Workshop on Intergroup Processes, Oppurg Juni 2015

Zwei Beobachtungen die mich in meinem Alltag konstant begleiten beschäftigen mich bereits seit dem Beginn meiner Respektforschung: Respekt ist nicht allen Menschen (gleich) gewährt. In einer häufig passiven Art und Weise verwehren wir verschiedenen Gruppen von Menschen unseren Respekt. Manchmal wissen wir nicht genau wie wir andere respektieren sollen, aber häufig sind wir schlichtweg blind für das Respektbedürfnis anderer. In letzterem Fall, müssen Personen nämlich zunächst einmal sichtbar (gemacht) werden bevor wir sie respektieren können. Dies trifft vor allem auf Personen mit einem niedrigen sozialen Status zu.
Zwei zentrale, jedoch weitestgehend unerforschte, Frage in der Respektforschung drehen sich für mich daher zum einem um die Motivation andere zu respektieren sowie das psychologische Erleben von Respekt. Ist Respekt ansteckend? Welche psychologischen Ressourcen sind gefragt wenn wir andere respektieren wollen? Ist Respekt (erleben und geben) gesundheitsförderlich oder ist Respektlosigkeit gesundheitsschädigend?
glaeserLarissa Nägler