Dipl.-Psych. Christina Mölders

E-Mail: moelders@respectresearchgroup.org

Christina Mölders promoviert zum Thema der Wahrnehmung von Respektlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen. Daneben beschäftigt sie sich mit respektvoller Führung und Respekterleben sowie deren Auswirkungen auf das Miteinander im Arbeitsalltag.

Im Rahmen ihrer Doktorarbeit unter Anleitung von Prof. Dr. Erich H. Witte und Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke untersucht Christina Mölders die Konsequenzen von Respekt und Respektlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen. Sie will herausfinden, unter welchen Umständen persönliche Attacken auf den politischen Gegner negativ auf den Angreifer zurückprallen, anstatt ihm zu einer Aufwertung zu verhelfen. Im Zuge ihrer Studienplanung verbrachte sie zwei Monate an der Università degli Studi di Trento, Italien, und arbeitete mit Prof. Maria Paola Paladino zusammen.

Christina begann nach dem Abitur zunächst ein Studium der Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Nach der Zwischenprüfung wechselte sie zum Hauptfach Psychologie, mit den Studienschwerpunkten Beratung und Training sowie Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie.

Von 2005 bis 2010 betreute Christina als wissenschaftliche Honorarkraft das wirtschaftspsychologische Projekt „Steuern und Steuergerechtigkeit (Just Taxes)“ im Arbeitsbereich Sozialpsychologie. Seit 2006 ist sie Mitglied der RespectResearchGroup, zunächst als freie Mitarbeiterin, dann als Diplomandin und nun als Doktorandin. 2011 bekam sie von Tilman Eckloff die stellvertretende Leitung der RespectResearchGroup übertragen. Im Mai 2013 löste sie Niels Van Quaquebeke als Leiterin der Forschungsgruppe ab. 2015 übergab sie diese Rolle an Catharina Decker und Daniel Gläser.

In der ersten Jahreshälfte war Christina als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg und beschäftigte sich intensiv mit Fragen der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz sowie Auswirkungen der digitalisierten Welt auf Führung.

Christina Mölders absolvierte journalistische Praktika in der Pressestelle der Bezirksregierung Düsseldorf, in der Lokalredaktion Duisburg der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und beim lokalen Hörfunksender Radio Duisburg. Von Ende Mai bis Ende August 2009 arbeitete sie als Praktikantin bei der Tchibo GmbH in der Abteilung „Corporate Communications“, Schwerpunkt Interne Kommunikation. Noch heute ist sie freiberuflich im journalistischen Bereich, speziell im Feld der Wissenschaftskommunikation, tätig und freut sich, so ihrer Leidenschaft für journalistisches Schreiben weiter frönen zu können.

2007 wurde sie zur Gruppenleiterin für kommunikationspsychologische Interventionen bei Prof. Schulz von Thun ausgebildet und leitete im Wintersemester 2007/08 ein entsprechendes Tutorium. Aktuell bildet sie sich zum Human Resources Coach weiter. 2015 war sie für die Grone Netzwerk gGmbH als Psychologin im Programm „XXL“ tätig, in dem arbeitslose Menschen mit Adipositas Möglichkeiten zur Aktivierung und Integration in den Arbeitsmarkt erhalten.

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im „Innovations-Inkubator“ an der Leuphana Universität Lüneburg kooperierte Christina darüber hinaus mit Großunternehmen sowie KMU.

Artikel in Fachzeitschriften:

Mölders, C., Peytsch, O. & Witte, E.H. (2014). „Wir sind quitt”: Subjektive Gerechtigkeit von falschen Angaben in der Steuererklärung. Wirtschaftspsychologie 16(4), S. 117-123.

Petersen, S., Schroijen, M., Mölders, C., Zenker, S., & Van den Bergh, O. (2014). Processing Sensations From Inside: The (Biasing) Role of Perceptual Organization. Psychological Science 25(5), 1059-1066.

Witte, E. H., Mölders, C., & Van Quaquebeke, N. (2011). Gerechtigkeit durch Sonderbehandlung? Wie Bürger Ausnahmen im Einkommensteuergesetz bewerten [Justice by exceptions? How citizens evaluate exceptions in Income Tax Law]. Wirtschaftspsychologie,  1, 29-42.

Witte, E. H. & Mölders, C. (2010). Gerechtigkeit im Einkommensteuergesetz: Eine wirtschaftspsychologische Perspektive. [Justice in Income Tax Law: An economic-psychological perspective.] Amosinternational, 4(2), 23-32.

Witte, E. H., Mölders, C., & Peytsch, O. (2009). Gerechte Einkommensteuerhöhe: Das Verhältnis von Erwartung, Wunsch und Wirklichkeit. [Just taxation: The relation of expectation, wish, and reality.] Wirtschaftspsychologie, 2, 90-100.

Witte, E. H., & Mölders, C. (2007). Einkommensteuergesetz: Begründung der vorhandenen Ausnahmetatbestände ethisch bedenklich. [Income Tax Law: Questionable justification of exceptions.] Wirtschaftspsychologie, 3, 65-81.

Witte, E. H., van Quaquebeke, N., & Mölders, C. (2005). Mehrwertsteuererhöhung: Eine wirtschaftspsychologische Analyse ihrer Wirkung. [Rise in VAT: An economic-psychological analysis of its effects.] Wirtschaftspsychologie, 3, 115-128.

Buchkapitel:

Witte, E. H. & Mölders, C. (2010). Zur Gerechtigkeit von Ausnahmen im Einkommensteuergesetz [On justice of exceptions in Income Tax Law.]. In: Erich H. Witte & Tobias Gollan (Eds.), Sozialpsychologie und Ökonomie. Lengerich: Pabst.

Praktiker orientierte Publikationen:
Decker, C., Mölders, C. & Van Quaquebeke, N. (2014). Mehr als ein Kuschelfaktor: Die Sehnsucht
nach Respekt. Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2014, S.46-48.

Van Quaquebeke, N., Mölders, C. & Decker, C. (2014). Wie wollen wir unser Miteinander
strukturieren? Die Sehnsucht nach Respekt. Forschung und Lehre 11/2014, S. 918-919.

Mölders, C. & Van Quaquebeke, N. (2011). Frauen in Führungspositionen: Prototypen von
Führung hinterfragen, Personalführung, 7/2011, 42-47.

Mölders, C. (2011). Gerechte Steuern – die Quadratur des Kreises? [Just Taxes – Mission Impossible?] Wissenswert 2, S. 15-18.

Mölders, C. & Eckloff, T. (2010). Respekt als Arbeitswert: Theorie und Praxis. [Respect as work value: Theory and Practice.] Wissenswert, 2, S. 21-23.

Mölders, C. & Van Quaquebeke, N. (2007). Keine Macht den Frauen? Warum es so schwierig ist, eine erfolgreiche Chefin zu werden [No power to the women? Why it is so hard to succeed as a female leader], auf www.careerbuilder.de.

Zenker, S., Mölders, C., & van Quaquebeke, N. (2007). Respektiere Deine Grenzen – Die Work-Life-Balance [Respect your limits: Work-Life-Balance], auf www.careerbuilder.de

Vorträge und Konferenzbeiträge:
Mölders, C. & Van Quaquebeke, N. (2014). One for All: Observed Disrespect in Political Debates Decreases Trust in Politicians. Vortrag im Rahmen des 17. General Meeting der European Association of Social Psychology (EASP), Amsterdam, NL, 9.-12. Juli.

Mölders, C. (2013). Was ist Respekt? Vortrag im Rahmen der Kinder-Uni Hamburg, Hamburg, 21. Oktober.

Mölders, C. & Van Quaquebeke, N. (2013). The Moral Benchmark: How Moral Identity Affects Consequences of Negativity in Politics. Paper presented at the 36th Annual Meeting of the International Society of Political Psychology, Herzliya, Israel, July 8th-11th.

Petersen, S., Mölders, C., & van den Bergh, O. (2011). Kategorisierungseffekte in der affektiven Bewertung physikalischer Stimuli. Vortrag auf der 13. Tagung der Fachgruppe Sozialpsychologie, Hamburg, GER, September 18th-21st.

Witte, E. H., & Mölders, C. (2009). Wann sind Ausnahmen im Einkommensteuergesetz gerecht? [When are Exceptions in Income Tax Law Perceived as Just?] Hamburger Symposion zur Methodologie der Sozialpsychologie, Hamburg, GER, January 16th-17th.

Mölders, C.,& Witte, E. H. (2008). Germany´s income tax law: How justice is implemented by the parliament. Vortrag im Rahmen des International Congress of Psychologie (ICP). Berlin, July 20th-25th.

Auszeichnungen:

Studienstiftung des deutschen Volkes – Promotionsstipendium (seit 2012)

 

Universität Hamburg – Promotionsstipendium nach dem HmbNFG (2011-2012)

 

Studienstiftung des deutschen Volkes – Studienstipendium (2007-2009)

„All I´m asking is for a little respect…“ Aretha Franklins Forderung nach Respekt klingt bescheiden, wie ein Minimalanspruch. Ein bisschen Respekt – das kann doch nicht zu viel verlangt sein…? Schließlich sollte jeder das Recht haben, respektiert, in seinen Bedürfnissen, Eigenheiten und Vorstellungen geachtet zu werden. Dazu braucht es nur ein bisschen Entgegenkommen, ein bisschen Offenheit und Zugewandtheit des Gegenübers. Kein großer Aufwand. Oder?
Wie und wo haben Menschen Respekt erlebt oder vermisst? In welchen Situationen ist ihnen Respekt wichtig, respektvolle Behandlung positiv aufgefallen, hätten sie mehr Respekt erwartet? “R-E-S-P-E-C-T – Find out, what it means to me…” Beim Wort “Respekt” klingt mir automatisch diese musikalische Aufforderung im Ohr. Ich freue mich sehr, ihr auch weiterhin im Rahmen der

RespectResearchGroup nachzukommen. Nachdem ich mich nun schon einige Zeit mit Respekt im Arbeitskontext auseinandersetzen konnte, bin ich nun gespannt darauf, im Rahmen meiner Doktorarbeit Neuland zu betreten: die Politik.

glaeserChristina Mölders