Mira Sarikaya, M.A.

E-Mail: sarikaya@respectresearchgroup.org

Mira Sarikaya hat Philosophie, mit dem Nebenfach Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hamburg, mit Auslandsaufenthalten an der UC Berkeley (USA) und Universitat de Barcelona (Spanien), studiert. Ihren Schwerpunkt legte sie bereits im Studium auf den Bereich der Sprachphilosophie. Seit 2018 promoviert sie zu der Frage, inwiefern Projekte künstlicher Sprachen als Nachfolger des Leibnizschen Traums einer Lingua Franca gelten können und inwiefern Universalsprachen tatsächlich als Mittel globaler Vernetzung genutzt werden können.

Mira Sarikaya studierte Philosophie im Bachelor (2014) und Master (2017) am philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Nachdem sie bereits das Bachelorstudium mit einer sprachphilosophischen Abschlussarbeit beendet hat, bestand sie auch ihre Masterthese erfolgreich in diesem Bereich. Die Masterarbeit mit dem Titel „Leibniz’ Lingua Characteristica als Vorgänger von Carnaps Konstitutionssystem“ unter der Betreuung von PD Dr. Stefania Centrone und Prof. Dr. Ulich Gähde wurde mit der Bestnote bewertet. Die These zog einen Vergleich zwischen den Arbeiten von Gottfried Wilhelm Leibniz und Rudolf Carnap und kam zu dem Schluss, dass Carnap sein Konstitutionssystem (z.T. wissentlich) an Leibniz’ Gedanken zu seiner Lingua Characteristica orientierte. Das Masterstudium ergänzte Mira Sarikaya durch zwei Auslandsaufenthalte als Visiting Student an der Universitat de Barcelona (Spanien) und als Visiting Student Researcher an der University of California, Berkeley (USA).

Seit 2018 ist Mira Sarikaya als Promotionsstudentin an der Universität Hamburg eingeschrieben. Ihre Arbeit trägt den Titel „Die bestmögliche aller Sprachen – Eine Kategorisierung der Folgeprojekte des Leibnizschen Traums einer Lingua Characteristica und Evaluation der daraus entstehenden Kriterien für künstliche Sprachen“. Sie beschäftigt sich mit Leibniz’ Gedanken und Ideen einer Universalsprache. Es wird ein Vergleich zu späteren (formalen sowie nicht formalen) Projekten künstlicher Sprachen gezogen und die Frage gestellt, inwieweit Leibniz als Vorgänger dieser Ideen gelten kann. Außerdem wird kritisch untersucht, ob die Idee einer künstlichen Sprache tatsächlich zur Umsetzung der gesetzten Ziele geeignet ist.

Mira Sarikaya hat während ihres Studiums stets versucht Einblicke in die akademische Arbeitswelt zu erhalten. So hat sie seit ihrem dritten Semester regelmäßig Tutorien in den Fächern Logik und Argumentationstheorie, Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie geleitet. Außerdem war sie studentische Hilfskraft in dem Projekt What makes stories similar
am Fachbereich Mathematik. Weiterhin absolvierte sie ein Praktikum außerhalb der Akademia bei der Claussen-Simon-Stiftung.

Daneben war Mira Sarikaya stets in den Bereichen Kunst, Kultur und Bildung tätig. So hat sie neben dem Verfassen eigener Theaterstücke zweimalig das Festival Spiel the Game of Budenplatz auf dem Hamburger Spielbudenplatz in Zusammenarbeit mit der Spielbudenplatz Betreibergesellschaft mbH veranstaltet, bei dem sie das Konzept sowie die künstlerische Leitung übernahm. Zur Vermittlung von Kunst und Kultur gründete sie den Verein deinfachtheater e.V. mit dem sie vier Jahre lang als zweite Vorsitzende Theater Projekte an Hamburger Schulen ausrichtete. Weiterhin richtete sie vier Jahre lang das Projekt deinfachstudieren aus (Amt des Kassenwarts im e.V.), welches Seminare zur Studienorientierung für Schüler*Innen mit Migrationshintergrund insb. zu geisteswissenschaftlichen Studiengängen veranstaltete.

Akademisch:

(accepted): Die stille Sprache: Leibniz’ Traum in Neuraths Isotype und anderer Symbolik. An das Jahrbuch der Gesellschaft für Interlinguistik.

2013: (zusammen mit: B. Fisseni, A. Kurji und D. Sarikaya) Story Comparisons: Evidence from Film Reviews. In: M. A. Finlayson, B. Fisseni, B. Löwe und J. C. Meister (Hg.): 2013 Workshop on Computational Models of Narrative, Bd. 32. Dagstuhl, Germany: Schloss Dagstuhl-Leibniz-Zentrum fuer Informatik (OpenAccess Series in Informatics (OASIcs)), S. 94–99.

Nicht Akademisch:

2014: Welten der Nacht in: Ausgewählte Werke XVII, Bibl. Deutschsprachiger Gedichte

2012: Der Welten Wege in: Ausgewählte Werke XV, Bibli. Deutschsprachiger Gedichte 

2012: Einem Menschen in: Seelenfeuer, Schweitzerhaus Verlag

Vortragsliste:

2020: Leibniz’ Dream of a Lingua Characteristica and how to draw a language. Australasian Postgraduate Philosophy Conference (Sidney, digital)

2019: Die stille Sprache: Leibniz‘ Traum in Isotype und anderen Symbolsprachen. Jahrestagung der Gesellschaft für Interlinguistik (Berlin)

2019: The silent language: Leibniz‘ Dream in (Digital) Pictures. Salzburg Conference for Young Analytic Philosophy (Salzburg)

2018: Leibniz’ Traum und seine Grenzen in interlinguistischen Projekten. Salzburg Conference for Young Analytic Philosophy (Salzburg)

2017: Universalsprache bei Leibniz und der logische Aufbau der Welt. Jahrestagung der Gesellschaft für Interlinguistik (Berlin)

2016: Carnaps logischer Aufbau der Welt – Ideengeschichte und Perspektiven des Traums der logischen Empiristen. Dritter Studierendenkongress für Philosophie (Bielefeld)

2016: Carnaps logischer Aufbau der Welt – Ideengeschichte und Perspektiven des Traums der logischen Empiristen. Forschen at Studium (Oldenburg)

2018 – Heute: Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

2015 – 2017: Studienstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

2013 – 2017: Studienstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung

2014 – 2016: Masterplus Stipendium der Claussen-Simon-Stiftung

2015: GAIN-Jahrestagung, Teilnahmestipendium

2015: Hamburglobal Stipendium (DAAD)

2015: Hamburglobal Stipendium (DAAD)

Benjamin KormanMira Sarikaya